Case CUPSZ: Produktion erweitern ohne zusätzliche Netzkapazität

Als CUPSZ seine Produktionskapazität um eine neue Halle und zwei zusätzliche Produktionslinien erweiterte, schien der nächste Schritt logisch: mehr produzieren. Doch der Hersteller von Kaffeebechern aus Karton stieß schnell auf ein Problem: Der bestehende Netzanschluss bot nicht genügend Kapazität, um alle Linien zuverlässig zu betreiben.

Details

  • CUPSZ
  • Kaffeebecher aus Karton
  • Produktion ohne Netzkapazität
  • Tilburg, Nederland

Fünf Telefone für ein einziges Problem

CUPSZ produziert Kaffeebecher aus Karton. Um weiter zu wachsen, investierte das Unternehmen in eine neue Produktionshalle und zwei zusätzliche Produktionslinien. Das Ziel war klar: mehr produzieren und weiter wachsen. Doch die verfügbare Netzkapazität reichte nicht aus, um diese Erweiterung problemlos zu ermöglichen.

Das Unternehmen verfügte bereits über Solarmodule und ein Batteriesystem von Big Ass Battery. Die Batterie fing Lastspitzen ab und stellte zusätzliche Leistung bereit, doch das tägliche Energiemanagement erfolgte weiterhin größtenteils manuell.

Der Geschäftsführer musste mehrere Systeme laufend im Blick behalten und selbst entscheiden:

  • Wie viel Solarenergie verfügbar war
  • Wie hoch der Ladezustand der Batterie war
  • Welche Produktionslinien betrieben werden konnten
  • Wann der Dieselgenerator zugeschaltet werden musste

Auf seinem Schreibtisch lagen deshalb ständig mehrere Telefone. Ging die Solarproduktion aufgrund von Bewölkung zurück, musste er sofort eingreifen. War die Batterie fast leer, wurde der Generator zugeschaltet.

Das Energiemanagement kostete dadurch jeden Tag Zeit und Aufmerksamkeit – Zeit, die der Geschäftsführer lieber in Kunden, Produktion und Wachstum investierte. Die Herausforderung war klar: CUPSZ benötigte nicht nur zusätzliche Energie, sondern vor allem eine intelligentere Möglichkeit, die vorhandene Kapazität zu verteilen.

Welche Lösung haben wir umgesetzt?

CUPSZ wurde unser erster Pilotkunde, bei dem wir unser Energy Management System installierten. Im ersten Schritt wurden mehrere Load Commander installiert. Sie erfassen Daten der angeschlossenen Energie-Assets und ermöglichen eine zentrale Überwachung und Steuerung.

Smart Ass Energy führt die wichtigsten Komponenten der Anlage auf einer zentralen Plattform zusammen:

  • Die Produktionslinien
  • Die Batterie
  • Die Solarmodule
  • Der Netzanschluss

Wo CUPSZ früher verschiedene Apps und Systeme separat überwachen musste, gibt es heute eine zentrale Übersicht. Das vereinfacht nicht nur das Energiemanagement, sondern schafft zugleich die Grundlage für eine automatische und vorausschauende Steuerung.

Das EMS prüft kontinuierlich, wie viel Energie verfügbar ist und wo sie am sinnvollsten eingesetzt werden kann. Dabei berücksichtigt es die Leistungsgrenze des Netzanschlusses, die aktuelle und prognostizierte Solarproduktion, den Ladezustand der Batterie, den Energiebedarf der Produktionslinien, Wetterprognosen, Energiepreise und die gewählte betriebliche Priorität.

Darüber hinaus kann der Kunde selbst festlegen, welche Strategie aktuell im Vordergrund steht. Im Modus Full Power versucht das System, innerhalb der verfügbaren Netzkapazität möglichst viel Produktion zu ermöglichen. Im Modus Economy liegt der Schwerpunkt darauf, Solarenergie und Batteriespeicher maximal zu nutzen und möglichst wenig Strom aus dem Netz zu beziehen.

Mehr Output aus demselben Netzanschluss

Für CUPSZ stehen vor allem Produktionskapazität und Kontinuität im Mittelpunkt. Dank Batterie und EMS kann das Unternehmen heute mehr aus demselben Netzanschluss herausholen, ohne ständig an die verfügbare Kapazitätsgrenze zu stoßen.

Das System verteilt die verfügbare Energie automatisch auf die verschiedenen Produktionslinien und Energiequellen. Dadurch sinkt das Risiko einer Überschreitung der Netzgrenze, der Dieselgenerator muss seltener zugeschaltet werden und die verfügbare Solarenergie wird effizienter genutzt.

Für CUPSZ ergeben sich daraus ganz konkrete Vorteile:

  • Mehr Produktion mit demselben Netzanschluss
  • Weniger manuelle Überwachung
  • Ein zentrales Dashboard statt mehrerer Apps
  • Geringeres Risiko einer Überschreitung der Netzgrenze
  • Weniger Einsatz des Dieselgenerators
  • Effizientere Nutzung von Solarenergie, Batteriespeicher und Netzstrom
  • Mehr Kontrolle über die Energiekosten

Vielleicht noch wichtiger ist die Auswirkung auf den Arbeitsalltag. Während der Geschäftsführer früher ständig selbst auf Veränderungen bei Produktion, Batteriestatus oder Solarertrag reagieren musste, übernimmt unser EMS diese Aufgaben heute. So kann er sich wieder auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Kunden, Produktion und das weitere Wachstum seines Unternehmens.